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Installation unter Linux


 

 


Kurze Info zu dieser Anleitung:
Die Zeichen # und $, die hier am Anfang der Zeile vor einigen Befehlen stehen, gehören nicht zu den Befehlen dazu, sollten also nicht abgetippt werden. Das "#" steht dort lediglich dafür, dass der Befehl mit root-Rechten ausgeführt werden soll, das "$" steht vor Befehlen die als normaler User ausgeführt werden sollen.

Allgemein etwas zu Linux


Linux ist, vereinfacht erklärt, ein Ableger von UNIX [Mehrbenutzer-Betriebssystem für Computer (1969)]. Linux ist die Kurzform von Linus kombiniert mit UNIX. Weitere Vertreter dieser UNIX-Ableger sind Solaris, macOS, AMIX, Debian, SuSe oder BSD. Ubuntu, Fedora oder LinuxMint sind Ableger von Debian mit der Maßgabe, eine bessere Benutzerfreundlichkeit zu garantieren.

Linux wurde entwickelt, um Anwendern von PCs ein freies beziehungsweise kostengünstiges Betriebssystem zur Verfügung zu stellen. Linux ist streng genommen nur der Kernel des Betriebssystems. Er wurde von Linus Torvalds an der Universität in Helsinki (Finnland) entwickelt. Um das Betriebssystem zu vervollständigen, haben Torvalds und andere Entwickler Komponenten entwickelt und verwendet.

Linux-Distributionen haben in den letzten Jahren eine rasante Entwick vollzogen. Dadurch ist auch der Installationsanspruch an den AJ-Client gewachsen und läßt sich nicht mehr so einfach vollziehen, wie vor 10 Jahren. Das trifft zwar auch für Windows zu, doch Linux ist nicht so stark bebildert dargestellt. Ich versuche trotzdem eine einfache Installationshilfe zu geben.

 

Werde mich aber bei der Anleitung nur auf das Java von Oracle beschränken, obwohl der AJ-Client sowohl mit den Java-Versionen von OpenJDK-8 funktioniert, als auch mit der hier genannten OracleJRE-8. Man muss sich also entscheiden zwischen diesen beiden 8er-Versionen. Da die neuen Linux-Variationen aber fast immer mit der OpenJDK-11 (aktuell zurzeit OpenJDK-14) kommen, muss diese Version deinstalliert od. deaktiviert werden, um dann die 8er Version installieren zu können.

Da ich nicht alle Linus-Systeme installieren kann und will, bezieht sich meine Anleitung in erster Linie auf die Installation unter openSUSE 15.1 (Leap). Lässt sich aber sehr Leicht auf alle anderen Linux-Distributionen ableiten.

 

Java überprüfen


Zu allererst sollten wir überprüfen ob Java überhaupt auf dem System installiert ist. Dazu öffnen wir ein Konsolenfenster (nicht unbedingt die Root-Konsole) und führen einfach den Befehl: "java -version" aus. 

konsole openjdk

In der Regel arbeit jede Linux-Distributionen mit openJDK, bzw. nach einem Update wird openJDK wieder als Standard-Java eingerichtet. Der Aufruf in der Konsole sollte also wie im Bild aussehen.
Da es Linux auch in 32bit und 64bit Versionen gibt, sollte das vorher kontrolliert werden, damit die richtige Java-Version geladen wird. In einigen Linux-Distributionen funktioniert das openJDK.

Die Java-Version openJDK für den Core beträgt mindestens 8.x. (alles andere wird geblockt) und bei Oracle-Java 1.7.x. Ausnahme: Der GNU gij (z.B. bei Ubuntu standardmäßig installiert) funktioniert momentan nicht mit appleJuice. Falls also in der Ausgabe von java -version etwas von gij (GNU libgcj) steht, solltet ihr auch das JRE von Oracle installieren.

 

Java installieren


Nun gibt es 2 Möglichkeiten Java zu installieren:

  • per Package von der Distribution
Hierbei müßt Ihr die Dokumentation der Distribution lesen und heraussuchen wie das Paket heißt. Siehe auch Java Installation (Linux). Eine kleine Hilfe gibt es auch auf der ORACLE-Seite. Man muss aber genau hinsehen, da ORACLE sehr oft die Seiten ändert oder verschiebt.
  • Das Package von ORACLE installieren
Das Package von ORACLE ist distributionsunabhängig. Wird dann allerdings von der Distribution nicht erkannt, d.h. wenn ein Package Java erfordert wird nicht erkannt das Java installiert ist.
Dafür hat man die Möglichkeit auch mehrere Java-Versionen parallel laufen zu haben (hier funktioniert aber nicht der Parameter -d64).

 

Der zweite Punkt wird nun erläutert.

 

Die richtige Version von ORACLE (früher Sun) herunterladen

Auf der Internetseite Java-Downloads für alle Betriebssysteme kann man sich das Paket herunterladen.


Oder auf der Archiv-Seite von Oracel hier eine ältere Version suchen. Ich selbst verwende zurzeit unter Linux die Version "jre-8u231-linux-i586.tar.gz", da hier die wenigsten Kompatibilitätsprobleme auftreten. (Leider muss man sich einmalig registrieren auf der ORACLE-Seite, um in den Genuss einer älteren 8.Version zu kommen. Java 7 wird bei Oracle nicht mehr zum Download angeboten!)

Java archiv

Wir wählen hier entweder die RPM-version, oder die gepackte Linux (*.tar.gz) Datei.
Beim RPM-Paket verkürzt sich der Installationsweg und man kann direkt beim Punkt "Pfadzuweisung" weiter machen.

 

Die Archiv-Datei (*.tar.gz) installieren

Wenn wir die Datei jre-8u231-linux-i586.tar.gz haben gehen wir wieder in die Konsole, in das Verzeichnis wo die Datei liegt.

Jetzt holen wir uns Superuserrechte durch Eingabe des Befehls su und des Root-Passworts (falls wir diese noch nicht haben). Dann legen wir das Verzeichnis /usr/java an und verschieben die jre-8u231-linux-i586.tar.gz dorthin: 

$ su
**root passwort**
# mkdir -p /usr/java

# mv jre-8u321-linux-i586.tar.gz /usr/java/

Jetzt wechseln wir in dieses Verzeichnis und führen die Datei aus:

# cd /usr/java
# chmod +x jre-8u231-linux-i586.tar.gz
# ./jre-8u231-linux-i586.tar.gz

Nach dem Akzeptieren der Lizenzbedingungen mit "yes" wird das Paket entpackt.

Java verlinken

Jetzt muss der Java-Befehl noch verlinkt werden:

# ln -sf /usr/java/jre1.8.0_231/bin/java /usr/bin/java

Die erneute Eingabe von java -version sollte nun zu diesem Ergebnis führen. Java ist richtig installiert und verlinkt.

konsole jre

 

Core installieren und starten


Zuerst laden wir die Datei ajinstall.tar.gz herunter, öffnen wieder eine Konsole und wechseln in das Verzeichnis, wo die ajinstaller.tar.gz liegt (Bei dieser Datei handelt es sich um die 32bit-Variante).
Es gibt aber noch eine 2.Möglichkeit der Installation. Hier wird bereits die neue 64bit-Variante berücksichtigt. Alle notwendigen Änderungen wurden bereits eingearbeitet.
Als nächstes entpacken wir das Archiv:

$ tar xzvf ajinstall.tar.gz

Jetzt muss nur noch das Script ajcore_installer mit root-rechten ausgeführt werden:

$ sudo ./ajcore_installer
**root passwort**

Nach dem Download der benötigten Dateien fragt der Installer, wie viel MB RAM der Core verwenden darf. Bei DSL-3000 reicht der Standardwert von 256 vollkommen aus. Bei einer schnelleren DSL-Leitung sollte man 2048 angeben, falls genug RAM vorhanden ist. Bei einem Server, der über 100 oder 1000Mbit ans Internet angebunden ist, können auch 4096 nötig sein. Soll dieser Wert nachträglich geändert werden, kann man einfach den Installer neu ausführen, oder die Datei /usr/local/bin/ajcore von Hand ändern (s. RAM-Zuweisung).

 

Gestartet werden kann der Core nun mit ajcore (bzw. /usr/local/bin/ajcore), das sollte man allerdings nur als normaler User und nicht als root machen.
Info: der Core wird nach /usr/local/share/appleJuice/core/ installiert.

 

GUI installieren und starten


Falls wir es noch nicht bei der Core Installation getan haben, laden wir jetzt die Datei ajinstaller.tar.gz herunter und entpacken sie:

$ tar xzvf ajinstall.tar.gz

Als nächsten laden wir die Datei AJCoreGUI_v0_71_2_Fassade_1_23.zip (die 71_2-1.23 ist nur Fassade und identisch mit 71_2-1.21, hat aber einige Änderungen hinsichtlich der neuen Java und eine Angepasst an die neue Applefile-Schnittstelle unter Android) und legen sie im selben Verzeichnis ab. Die aktuelle Datei kann aber auch über das Script geladen werden. Doch durch die notwendige Datenschutzbestätigung, kann es zu Download-Aussetzern kommen.
Jetzt muss nur noch das Script ajgui_installer mit root-rechten ausgeführt werden:

$ sudo ./ajgui_installer
**root passwort**

Gestartet werden kann das GUI nun als normaler User mit ajgui (bzw. /usr/local/bin/ajgui)

 

Info: Es gibt 2 Möglichkeiten, um das neuste GUI zu nutzen. Das GUI wird nach /usr/local/share/appleJuice/gui/ installiert, und die aktuelle Version v.0.71_2-1.23 (Fassade) kann später per Hand mit Root-Rechten in das GUI-Verzeichnis kopiert werden. Danach nur noch die Berechtigungen für User anpassen. Schon kann mit der aktuellen GUI gearbeitet werden. Oder man bearbeitet die Datei ajgui_installer nach dem Entpacken in den obersten Zeilen unter: GUI_FILENAME= und GUI_MD5=, wobei die MD5-Summe über einen Generator erstellt werden muss und exakt 32 Stellen haben muss.

URL-Handler

Dieser Schritt dient alleine der Bequemlichkeit und ist nicht notwendig für die Funktion von appleJuice!

Um ajfsp-links nicht immer per Copy&Paste übernehmen zu müssen, sondern auch direkt im Browser anklicken zu können, findest du hier einige Tipps: URL-Handler

 

Eine Alternative zur JavaGUI


In der Zwischenzeit hat sich unter Linux viel verändert. Es spiel keine Rolle mehr, ob man unter einer Debian-Distribution oder einer anderen Linux-Distribution (zum Beispiel openSuse) arbeiten will. Nicht immer gelingt eine Installation einer JavaGUI für "appleJuice". Man kann alternativ auch mit der phpGUI für AJ auf dem eigenen Linux-System arbeiten. Dazu bitte die Seite AJ-phpGUI installieren lesen.

 

Nach der Installation


Hat alles geklappt? Dann geht es hier weiter: Der erste Start