Creditsystem und Co.


Um den Client richtig einzustellen und zu benutzen, bedarf es einiger Grundvoraussetzungen, die man wissen sollte.

Dazu gehört:


Creditsystem 


Das Creditsystem ist ein elementarer Bestandteil von Applejuice. Es funktioniert nach folgendem Prinzip:

Für jedes Byte, das du hoch lädst, bekommst du 2 (Byte) Credits und zusätzlich noch 10% des vom Gegenüber eingesetzten Powerdownload 1.3wertes. Jedes Byte das du lädst kostet dich 1 (Byte) Credits. Aktivierst du den Powerdownload, so kostet es entsprechend mehr.

Folgende Dinge sind noch zu beachten:

  • Wenn du den Core schließt, sind deine Credits weg ! Das GUI (Grafisches-User-Interface) kann hingegen problemlos ohne Creditverlust geschlossen werden, wodurch die CPU-Last verringert werden kann.
  • Wenn du weniger als 0 Credits hast, kannst du den Powerdownload nicht aktivieren. Ausserdem wird dein Download dann auf maximal 15 kB/s beschränkt und der Download kann den Upload nicht übersteigen.
  • Der Powerdownload bleibt deaktiviert, wenn du nicht genug Credits hast um das was du bietest auch zu bezahlen.
  • Für unvollständige Chunk-Uploads (z.B. bei falschen Einstellungen) werden die schon dafür vergebenen Credits wieder abgezogen.


Powerdownload 


Der Powerdownload ist ein wichtiger Bestandteil von Applejuice. Du kannst ihn einsetzen, wenn du genügend Credits hast. Durch Setzen des Powerdownloads zahlt man statt 1 Credit pro geladenem Byte x,x (mindestens 2,2) Credits pro geladenem Byte. Für den Powerdownload sind Werte zwischen 2,2 und 50 zulässig. Dadurch dass man mehr bietet, rutscht man in der Warteschlange schneller nach oben, kommt so früher zum Saugen und kann auch bei mehr Clients gleichzeitig saugen.

Das ganze funktioniert wie bei einer Auktion: Der Höchstbietende bekommt den höchsten Platz in der Warteschlange und kann eher saugen. Man gibt aber nicht unbedingt den eingestellten Maximalwert aus, sondern nur soviel, um den zweithöchsten Bieter knapp zu übertrumpfen.

Beispiel:

User A bietet für das File 12 Credits User B bietet für das File 5 Credits User C bietet 1 Credit (Powerdownload aus)

User A wird also in diesem Beispiel saugen, bezahlt allerdings nicht 12 Credits, sondern nur 5,1 Credits, also gerade so viel, um User B zu überbieten.


Chunk 


Dateiteil, welcher in einem Durchgang hochgeladen wird. Die Chunkgröße kann je nach Uploadbandbreite variieren (Größe bei Applejuice meistens 512 KByte, bei stärkeren Internetanbindungen jedoch auch umfangreicher, bis zu 2048 KByte). Chunk's werden generell 2x auf Richtigkeit kontrolliert. Sollte ein Fehler auftreten, muss dieser Teil erneut geladen werden (Chunk wird wieder " blau "). 


Max. Verbindungen 


Dieser Wert beschränkt die Anzahl aller Verbindungen, die der Core gleichzeitig offen hält. In den meisten Fällen ist 200 ein guter Wert. Manche Router schaffen nur 150 Verbindungen gleichzeitig, sodass man dies ggf. im Router-Handbuch oder auf der Routerherstellerseite nachlesen sollte und falls man dort keine Informationen findet startet man einfach mit 150 Verbindungen und schaut ob AJ vernünftig läuft - danach kann man evtl. noch 50 weitere Verbindungen hinzunehmen und wieder testen usw.
Betriebssysteme wie Win98 oder WinME kommen allerdings nicht mit so vielen Verbindungen zurecht. Hier sind Werte um 60 zu empfehlen. 


Max. Uploadgeschwindigkeit in kb/s 


Jetzt wirds wichtig :)
Hier stellt ihr ein, mit wie viel kb/s insgesamt der Core Dateien von euch zu anderen verschicken darf.
Dieser Wert sollte immer ein Stück unter dem tatsächlichen Limit der Leitung liegen, da für das TCP Protokoll und die Kommunikation zu den Servern und anderen Clients immer ein bisschen Upload gebraucht wird. Als Faustregel kann man sagen, dass ca. 80-90% von dem was eure Leitung bringt ein guter Wert sind. Stellt ihr den Wert zu hoch ein brechen viele Uploads wahrscheinlich ab und die Credits dafür werden euch wieder abgezogen.
Falls ihr nicht genau wisst, wie groß der max. Upload eurer Leitung ist, lässt sich der relativ leicht berechnen. Die Provider geben die Daten meistens in kbit/s an. Mit folgender Formel könnt ihr daraus die Bandbreite in KB/s (eigentlich KiB/s) berechnen:


(Bandbreite in KB/s) = ((Bandbreite in kbit/s) / 8 ) * (1000/1024)
Von diesem Wert nehmt ihr dann ca. 90% und tragt ihn in den Einstellungen ein.

Beispiel: DSL 1000
hier habt ihr 128kbit/s Upload
-> (128/8)*(1000/1024) = 15.6 -> das ist der maximal verfügbare Upload in KB/s
-> 15.6*0.9 = 14 -> also ca. 14KB/s einstellen, wenn ihr nebenher surfen wollt etwas weniger

Zum selber rechnen: Einstellungsrechner für Up- und Download

Weitere Nachteile einer fehlerhaften (zu hohen) Uploadeinstellung
  • Jemand der den Powerdownload bei dir aktiviert bekommt kaum Upload von dir zugeteilt, obwohl er bereit ist mehr Credits zu zahlen als andere User.
  • Dein Download wird niedriger ausfallen, da du die Datenpakete, die du erhältst nicht schnell genug oder teilweise nicht bestätigen kannst.
  • Du blockierst evtl. die Uploadslots von den Releasern/Uploadern, da du nicht genügend Download entgegennehmen kannst.
  • Du bekommst weniger Credits gutgeschrieben, da die User auf den vordersten Plätzen bereit sind mehr Credits durch den Powerdownload zu bezahlen. Von dem Powerdownload dieser User bekommt man 10% Credits zusätzlich gutgeschrieben

 


KByte/sec pro Uploadslot 


Diese Optionseinstellung besagt, dass jeder User bei optimaler Auslastung den angegebenen Wert zugeteilt bekommt, allerdings können diese Werte schwanken, wenn z. B. ein User seinen Upload überdreht hat und nicht genügend Download entgegennehmen kann oder wenn er nicht mehr genügend Credits hat oder wenn seine Leitung im Downstream bereits ausgelastet ist - dann bekommen die anderen User etwas mehr Upload zugeteilt um dies zu kompensieren. Wenn sehr viele User in den aktiven Uploadslots nicht genügend von deinem Upload entgegennehmen können bekommst du Probleme, da in diesem Fall dein Upload nicht ausgelastet werden kann. Ich würde dir dann empfehlen den Wert Kbyte pro Uploadslot etwas zu senken, damit mehr aktive Uploadslots geöffnet werden. Wenn dein Upload schon mit wenigen Uploadslots ausgelastet sein sollte, wäre an dieser Stelle ein höherer Wert besser, da AJ in diesem Fall weniger Uploadslots öffnet und somit profitierst du stärker von den Powerdownloadern, da diese ja zusätzlich noch einen 10%igen Credit-Bonus bringen. Ein ganz guter Wert für diese Optionseinstellung wäre den max. Upload durch 5 zu teilen und diesen Wert dann einzutragen. 


Max. Downloadgeschwindigkeit in kb/s 


Hier solltet ihr nach Möglichkeit nicht 0 einstellen, sondern das, was eure Leitung wirklich schafft (hier könnt ihr ruhig ans Limit gehen). Mit einem Wert von 0 macht der Core immer neue Downloadverbindungen auf, auch wenn eure Leitung schon voll ausgelastet ist (ist bei gut verteilten Dateien mit PDL bei einer durchschnittlichen DSL-Leitung keine Seltenheit). Das führt nur dazu, dass ihr bei anderen Leuten Uploadslots blockiert (s.o.). Falls ihr das Limit eurer Leitung nicht kennt (ist zwar beim Download eher unwahrscheinlich, aber kommt vor), könnt ihr das auch hier einfach aus der kbit/s Angabe von eurem Provider wie beim Upload berechnen:

Beispiel: DSL 2000
hier habt ihr 2048kbit/s Download
-> (2048/8)*(1000/1024) = 250 -> das ist der maximal verfügbare Download in KB/s

Zum selber rechnen: Einstellungsrechner für Up- und Download

Beim Core 0.31.149 wird bei einer Einstellung von 0 unter max. Downloadgeschwindigkeit tatsächlich kein Download stattfinden.

 


Max. neue Verbindungen pro 10 Sek. 


Dieser Wert regelt, wie schnell nacheinander der Core neue Verbindungen aufbaut. Höhere Werte belasten euren Rechner stärker und bringen nur selten einen Vorteil.
Im Normalfall ist die Standardeinstellung von 50 mehr als ausreichend. Meistens läuft auch mit 30 alles problemlos.


Max. Anzahl Quellen pro Datei 


Was diese Einstellung regelt sollte selbsterklärend sein - die maximale Anzahl der Quellen für eine Datei im Download.
Wenn ihr nicht all zu viele Downloads gleichzeitig laufen habt, sollte der Standardwert von 500 keine Probleme machen.
Wenn ihr allerdings 10 und mehr Downloads gleichzeitig habt und es zu jedem davon mehrere hundert Quellen gibt, solltet ihr diesen Wert reduzieren.
Hier wäre ein guter Anhaltswert eine Summe von ca. 1500 Quellen verteilt über alle Downloads, also:
Max. Anzahl Quellen pro Datei = 1500 / Anzahl Downloads


Core Port / Port 


Dieser Port sollte im Router forwardet werden, bzw. in der Firewall freigeschaltet werden, damit auf der Registerkarte Start/Home keine rote Firewalled Meldung auftaucht. Gründe warum der Port freigeschaltet werden sollte kann man hier nachlesen.


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